SPD Wallerstein

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Unterbezirk

Harburg: (pm) „Missbrauch von Leiharbeit, Lohndumping und unsichere Jobs“ waren die zentralen Themen bei der jüngsten Vorstandssitzung des SPD-Unterbezirks in Harburg.
Die Vorsitzende Ursula Straka informierte die Anwesenden über die Ergebnisse der neuen DGB-Studie, die zeigt, dass Leiharbeitskräfte mit einem Vollzeitjob im Durchschnitt nur etwa die Hälfte dessen verdienen, was Vollzeitarbeitskräfte normalerweise erhalten.

Die Abstände würden außerdem immer größer. „Dass man von seiner Arbeit nicht mehr leben kann und aufstocken muss, ist unwürdig und ein Skandal“, der alle angeht, denn schließlich zahlen die Steuerzahler diese Leistungen. Dazu kommt noch, dass mittlerweile offenbar fast jede zweite neue Stelle, die geschaffen wird, mit Leiharbeitern besetzt werde. Dies schaffe eine Zwei-Klassen-Gesellschaft in den Betrieben.

Es sei deshalb höchste Zeit, den Grundsatz „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ durchzusetzen, und zwar sofort. Niedrig bezahlte und prekäre Jobs sorgen für eine große Verunsicherung bei den Betroffenen. „Wie sollen da junge Menschen den Mut aufbringen, Kinder in die Welt zu setzen und eine Familie zu gründen, wenn die eigene Zukunft nicht gesichert ist?“, fragte die stellvertretende Vorsitzende Rita Ortler.

Die Anwesenden beschlossen daher, den Aktionstag des DGB unter dem Motto „Arbeit – sicher und fair“ am 24. Februar zu unterstützen, denn alle Arbeitnehmer hätten ein Recht, vom Aufschwung zu profitieren. Neben der Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns müsse es zu deutlichen Lohnerhöhungen für alle Arbeitnehmer kommen. So werde auch die Binnenkonjunktur gestärkt und stabilisiert.

Im weiteren Verlauf der Sitzung befasste man sich auch mit Themen der Kreispolitik. Kritisch bewertet wurde die von der Mehrheit des Kreistags geplante Erhöhung der Kreisumlage, da so der Investitionsspielraum der Kommunen eingeengt werde. „Der Schwarze Peter wird mal wieder nach unten weitergereicht“, sagte Bürgermeister und Beisitzer im UB-Vorstand Matti Müller.

 

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